Lehre

Blagoy Blagoev, Universität St.Gallen — erfahrener Dozent und Keynote-Speaker zu Organisationsentwicklung, Veränderungsmanagement, Temporal Design, Innovation, Nachhaltigkeit, Zukunft der Arbeit.

Mein umfangreiches Lehrportfolio spiegelt über 15 Jahre Erfahrung an einigen der renommiertesten Forschungsuniversitäten und Business Schools Europas wider. Meine Lehrveranstaltungen folgen einem problemorientierten Ansatz, der aktuelle Forschungserkenntnisse anhand zugänglicher und aktivierender Formate vermittelt. Es ist mir ein wichtiges Anliegen, Lehrinnovationen — von erfahrungsbasiertem Lernen über den Einsatz von Film und Kunst im Unterricht bis hin zu Gamification und Simulationen — sowohl in große Vorlesungen als auch in maßgeschneiderte Weiterbildungsprogramme und Workshops einzubringen. Als erfahrener Lehrender schätze ich den Austausch mit Führungskräften, Nachwuchswissenschaftler:innen und Studierenden sehr. Gerne stehe ich für Anfragen zur Lehre sowie zur Betreuung externer Promotionen zur Verfügung.

Executive Education

  • Um gute Ideen erfolgreich umzusetzen, bedarf es eines Verständnisses dafür, wie Wandel tatsächlich verläuft und wie Menschen und Organisationen sich in Veränderungsprozessen verhalten. Die eigentliche Herausforderung des Wandels besteht darin, eine wirkungsvolle Zusammenarbeit zwischen Führungskräften und ihren Teams zu ermöglichen, sodass die angestoßenen Veränderungen als sinnhaft erlebt werden und sowohl für Einzelne als auch für die Organisation als Ganzes Wert generieren können. Das klassische Change Management scheitert häufig daran, dass es sich zu sehr auf die Zielvorstellung fixiert und dabei übersieht, wo eine jede Organisation herkommt und derzeit steht. Dieser Kurs stellt deshalb Sensemaking ins Zentrum des Wandels. Sensemaking entsteht in der fortlaufenden Interaktion zwischen Mitarbeitenden und Führungskräften. Es sorgt dafür, dass angestoßene Veränderungen als verständlich und handlungsrelevant erlebt werden. Statt einen Überblick über alle verfügbaren Change-Management-Modelle zu bieten, verfolgt dieser Kurs eine prozessorientierte Perspektive darauf, wie Organisationen und ihre Mitglieder tatsächlich funktionieren. Eine Grundannahme ist, dass Organisationen sich von der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft hinein bewegen und dass der Erfolg eines jeden Veränderungsprozesses davon abhängt, inwieweit die Beteiligten diesen als sinnhaft erleben.

  • Rasantes Wachstum kann für Gründer:innen und Führungskräfte junger Unternehmen eine desorientierende Erfahrung sein. Was bei zwanzig Mitarbeitenden gut funktionierte, bricht bei achtzig schnell zusammen. Informelle Koordination weicht zunehmend bürokratischen Verfahren. Vision allein kompensiert nicht die andauernden Konflikte. Dieser Kurs bietet Führungskräften konzeptionelle Werkzeuge, um zu verstehen, wo ihre Organisation aktuell steht und wie sie ihren Wachstumspfad erfolgreich gestalten können. Aufbauend auf klassischen Ansätzen sowie aktueller Forschung zu Skalierung und den zeitlichen Dynamiken des Wachstums betrachten wir die vorhersehbaren Krisen und Spannungen, die Wachstum begleiten, sowie die darauf bezogenen Strategien und Werkzeuge, die Führungskräften zur Verfügung stehen.

Doktorat

  • Dieses Doktorandenseminar befasst sich mit der wachsenden Popularität von Zeit und Temporalität als analytischen Perspektiven in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Es führt Promovierende in drei Perspektiven auf Zeit ein: Zeit als Ressource, Zeit als Struktur und Zeit als Prozess, jeweils verwurzelt in Disziplinen wie Ökonomie, Soziologie und (Prozess-)Philosophie. Der Kurs untersucht ihre theoretischen Grundlagen, aktuellen Anwendungen und gegenwärtigen Forschungsdesiderate mit speziellem Fokus auf der Managementforschung. Die Promovierenden setzen sich mit Konzepten wie Takt, Timing, Rhythmus und Zukunftsgestaltung auseinander. Ziel des Seminars ist es, Promovierende zu befähigen, temporale Perspektiven in ihrer eigenen Forschung zu verwenden.

  • Dieser Doktorandenkurs bietet eine Einführung in die qualitativen Methoden der Management- und Organisationsforschung. Die Studierenden lernen, qualitative Forschungsprojekte zu konzipieren, Forschungsfragen zu formulieren und Ansätze wie Fallstudien, Grounded Theory, Diskursanalyse und Ethnografie anzuwenden. Der Schwerpunkt liegt auf der Erhebung und Analyse unstrukturierter Daten mittels qualitativer Methoden. Der Kurs ist anwendungsorientiert: Studierende arbeiten in Gruppen an einem eigenen kleinen Forschungsprojekt. Durch die Auseinandersetzung mit exemplarischen Studien gewinnen die Teilnehmenden ein Verständnis für die Vielfalt und das Potenzial qualitativer Methoden bei der Erforschung komplexer organisationaler Phänomene.

Master

  • Dieser Kurs befasst sich mit der Frage, wie Innovation in Organisationen und der Gesellschaft entsteht, sich ausbreitet und durchsetzt. Aus einer prozessorientierten Sicht beleuchten wir insbesondere die sozialen und zeitlichen Dynamiken von Innovation und ihrer Organisation. Der erste Teil fokussiert auf die Entstehung von Neuem durch Kreativität, Bricolage, Rekombination und Kollaboration. Der zweite Teil befasst sich damit, wie Innovationsprozesse an Zugkraft gewinnen, etwa mit Blick auf Skalierung, Legitimation, Narrative und zeitliche Komplexität. Durch die Verbindung von Theorie und praxisnahen Fallstudien befähigt der Kurs Studierende, Innovationsprozesse zu analysieren, kritisch zu reflektieren, nachhaltig zu gestalten und effektiv zu steuern.

  • Dieses Seminar befasst sich kritisch mit der Anwendung von Künstlicher Intelligenz (KI) im Management. Im Mittelpunkt stehen die Konsequenzen von KI für die Arbeitswelt, etwa in Bezug auf Themen wie Wissen und Expertise, Verantwortung, Transparenz, Kontrolle und Demokratie. Der Kurs fördert eine kritisch-reflexive Auseinandersetzung, einschließlich des Einsatzes generativer KI in Studienleistungen, und entwickelt die Kompetenzen, die Studierende benötigen, um den Einsatz von KI in Unternehmen navigieren und verantwortungsvoll mitgestalten zu können.

  • In einer Ära sich überlagernder Krisen — Klimawandel, Pandemien, Ungleichheit, Desinformation und geopolitische Instabilität — müssen Organisationen ein beispielloses Maß an Komplexität verarbeiten. Dieser Kurs lädt Studierende dazu ein, tradierte Formen des Organisierens mit Blick auf solch hochkomplexe Konstellationen mithilfe von vier analytischen Linsen neu zu denken: Struktur (Rollen und Routinen), Information (Aufmerksamkeit und Kommunikation), Kultur (Bedeutungen und Werte) und Politik (Macht und Legitimität). Ausgehend von diesem multitheoretischen Ansatz bearbeiten Studierende reale Herausforderungen wie Ungleichheit und Nachhaltigkeit und lernen dabei, systemisch zu denken und wirkungsvolle Veränderungsstrategien zu entwickeln ("theory of change").

  • Die russische Invasion der Ukraine im Februar 2022 hat eine tiefgreifende und andauernde Krise ausgelöst, die drängende Fragen für Managementforschung und -praxis aufwirft. Wie reagieren Unternehmen und Führungskräfte auf Krieg? Wie werden Stakeholder-Beziehungen neu konfiguriert? Wie gehen globale Lieferketten mit durch bewaffnete Konflikte verursachten Störungen um? Wie können Organisationen Resilienz aufbauen, und welche Verantwortung tragen Unternehmen in Kriegszeiten? Diesen Fragen geht dieser Kurs in 12 Sitzungen nach, die Krieg und Disruption über verschiedene Managementfunktionen hinweg betrachten. Es handelt sich um ein durch Organisationswissenschaftler:innen von österreichischen, niederländischen, deutschen und schweizerischen Universitäten kollaborativ entwickeltes und umgesetztes Seminarkonzept. Jede Sitzung umfasst eine aufgezeichnete Vorlesung, Kernlektüre und Presseberichterstattung. Alle Materialien sind frei zugänglich (https://timesofcrisis.org/).

  • In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich das Spektrum möglicher Organisationsformen dramatisch erweitert. Man denke an Open-Source-Communities, Hacker-Kollektive, Terrornetzwerke und Crowd-basiertes Organisieren. Viele Wissenschaftler:innen argumentieren, dass das traditionelle Vokabular der Organisationsforschung nicht mehr Schritt halten kann, manche diagnostizieren gar eine Krise des Feldes. Dieses Seminar betrachtet diese Diagnose und fragt, inwiefern wir in Anbetracht neuer Formen des Organisierens den Begriff der Organisation selbst neu denken müssen. Wir beginnen mit klassischen Theorien der Organisation als Koordinationsmodus und tauchen dann in aktuelle Forschung zu Organisationalität und partieller Organisation ein. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie global verfügbare digitale Technologien, unsere Art zu managen und zu organisieren verändern.

  • Dieses Seminar führt Studierende in managementbezogene und organisationstheoretische Perspektiven auf Nachhaltigkeit ein. Der Klimawandel ist vielen ein zentrales strategisches Anliegen, doch etablierte Unternehmen übersetzen dieses häufig in „Business as usual" und tun sich schwer damit, Nachhaltigkeit mit Marktstrategie zu integrieren und die daraus resultierenden Spannungsverhältnisse zu balancieren. Gleichzeitig versuchen neue hybride Organisationsformen, Markt- und Nachhaltigkeitslogiken von Beginn an zu verbinden, und werfen dadurch die Frage auf, wie nachhaltige Transformation auf gesellschaftlicher Ebene organisiert werden kann. Ausgehend von aktueller Forschung befasst sich das Seminar kritisch mit den dominanten Praktiken, die Nachhaltigkeit behindern: kurzfristiges Denken, mangelnde strategische Vorausschau, unternehmerische Verantwortungslosigkeit und die Paradoxie frühzeitigen Handelns. Zugleich beleuchtet der Kurs, wie neue Formen des Organisierens diese Praktiken überwinden und positive Wirkung entfalten können. Die Studierenden lernen dabei, über die Einbettung von Organisationen in größere soziale und ökologische Systeme zu reflektieren und daraus konkrete Implikationen für das nachhaltigkeitsorientierte Management herzuleiten.

  • Im digitalen Zeitalter sind Organisation und Technologie untrennbar geworden. Organisieren ohne (digitale) Technologie scheint fast unmöglich. Neue Technologien wie KI oder Robotik werden häufig als disruptiv eingestuft, vergleichbar mit der Erfindung der Dampfmaschine oder der Buchdruckpresse. Pessimist:innen warnen vor Arbeitsplatzverlust und Überwachung; Optimist:innen sehen darin neue Werkzeuge zur Wohlstandsmaximierung und Naturbeherrschung. Die Frage, ob Technologie organisationales Verhalten determiniert, bzw. umgekehrt, wie Organisationen Technologie gestalten können, gewinnt eine neue Brisanz. Dieses Seminar führt Studierende in die Forschung zu Organisation und Technologie ein und behandelt sowohl grundlegende Perspektiven als auch aktuelle Debatten. Statt nur eng auf ökonomische Leistung zu schauen, lädt es die Studierenden dazu ein, die ökologischen und sozio-politischen Implikationen neuer Technologien kritisch zu reflektieren.

  • Zwei der wichtigsten Ressourcen jeder Organisation sind ihre Mitglieder und ihre Strategie. Ziel des Strategic Human Resource Management (SHRM) ist es, eine Passung zwischen beiden herzustellen, um organisationale Effizienz und Leistungsfähigkeit zu steigern. Während manche SHRM als bedeutende Quelle von Wettbewerbsvorteilen betrachten, nehmen andere eine kritischere Perspektive ein und betonen, wie die zugrundeliegenden Prozesse und Praktiken zur Kontrolle von Individuen eingesetzt werden können. Der Kurs führt Studierende in Konzepte und Theorien des Strategic Human Resource Management ein und verbindet diese mit praxisrelevanten Beispielen. Er verortet SHRM in breiteren strategischen Debatten und Managementtrends und diskutiert kritische Zugänge, etwa in Bezug auf algorithmisches Management.

  • Organisationen sind nicht nur Instrumente zur Erreichung ökonomischer Ziele, sondern auch soziale Systeme, die wesentlich auf der Zusammenarbeit zwischen (Gruppen von) Menschen beruhen, die unterschiedliche Identitäten, Interessen und Ziele haben. Das tiefgreifende Verständnis des Verhaltens von Menschen und Gruppen in organisationalen Settings — ebenso wie von Organisationen als eigenständigen soziale Systemen — ist daher zentral für das Management. Dieses Modul bietet eine vertiefte Einführung in das Management von Organisationen und der (Gruppen von) Menschen, die in und für sie arbeiten. Der Kurs macht Studierende mit wichtigen Ansätzen auf individueller, Gruppen- und Organisationsebene vertraut. Zugleich soll er das Bewusstsein der Studierenden für den Kontext schärfen, in dem Organisieren und Managen sich im 21. Jahrhundert entfalten, nicht zuletzt in Bezug auf einige der großen Herausforderungen unserer Zeit: Klimawandel, Globalisierung, Ungleichheit und finanzielle (In-)Stabilität. Insgesamt zielt der Kurs darauf ab, Studierende zu befähigen, die Funktionsweise organisationaler Systeme besser zu verstehen (und zu erkennen, warum sie mitunter nicht funktionieren), sich der Konsequenzen von Managemententscheidungen bewusster zu werden, und die erforderlichen Kompetenzen für eine erfolgreiche Tätigkeit als Manager:innen zu entwickeln.

  • Wie praktisch alle Bereiche der modernen Gesellschaft wird auch die Wirtschaft von formalen Organisationen dominiert. Der Großteil der globalen Wertschöpfung findet in (und zwischen) organisierten sozialen Systemen statt, genauer: in Wirtschaftsunternehmen. Ein solides Verständnis davon, wie Organisationen im Allgemeinen und Unternehmen im Besonderen funktionieren und sich entwickeln, ist daher ein Kernbestandteil der betriebswirtschaftlichen Ausbildung. Mehr noch: Es ist eine fundamentale Voraussetzung für die Übernahme von Führungsaufgaben in der Praxis. Eine zentrale Frage lautet dabei: Wie können Organisationen so geführt werden, dass sie nicht nur effizient, sondern auch nachhaltig wirksam in einem unsicheren und komplexen Umfeld agieren können? Dieser Kurs greift diese Frage auf und bietet eine kritische Auseinandersetzung mit den Theorien und Konzepten der zeitgenössischen Management- und Organisationslehre.

Bachelor

  • Dieser Kurs führt Bachelorstudierende in die konzeptionellen und praktischen Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre ein. Er behandelt Betriebswirtschaftslehre nicht als Werkzeugkasten von Techniken, sondern als praktische Wissenschaft, die in realen Problemen der Unternehmenspraxis ihren Ursprung findet: Wie wird Wert geschaffen? Wie werden Entscheidungen unter Unsicherheit getroffen? Wie können die divergenten Interessen unterschiedlicher Anspruchsgruppen koordiniert werden? Die Studierenden lernen, Betriebe als produktive soziale Systeme innerhalb einer Wirtschaftsordnung zu verstehen, hinterfragen verschiedene Modelle der Corporate Governance und Mitbestimmung und setzen sich mit den ethischen Verpflichtungen auseinander, die Unternehmen gegenüber ihren Stakeholdern haben. Zudem betrachtet der Kurs den Wertschöpfungsprozess selbst, um Entscheidungstheorie sowie die Logik operativer und strategischer Steuerung zu vermitteln. Wöchentliche Tutorien ergänzen die Vorlesungen und fordern die Studierenden dazu auf, betriebswirtschaftliche Probleme strukturiert zu bearbeiten und eigene Positionen dazu zu entwickeln.

  • Organisationen prägen unser Leben: Wir werden in Krankenhäusern geboren, lernen in Schulen, arbeiten in Unternehmen oder NGOs und verbringen unsere Freizeit in Vereinen. Große Organisationen wie multinationale Konzerne werden zunehmend als machtvolle Akteure wahrgenommen, die für gesellschaftliche Herausforderungen wie Klimawandel und Ungleichheit mitverantwortlich sind. Und doch ist das Organisieren auch unser wichtigstes Instrument, um diese Herausforderungen zu bewältigen. Weil das Organisieren eine Kernaufgabe des Managements ist, müssen Studierende der Betriebswirtschaft ein Verständnis von Organisationen als eigenständigen sozialen Systemen entwickeln. Diese Vorlesung führt in klassische und zeitgenössische Organisationstheorien durch einen problemorientierten Ansatz ein, der sich auf fünf generische Probleme des Organisierens konzentriert: Strukturgestaltung, Integration von Individuum und Organisation, Organisation-Umwelt-Beziehungen, emergente Prozesse (Macht, Politik, Kultur) und organisationaler Wandel. Ein begleitendes Seminar ermöglicht es den Studierenden, einen gewählten Teilbereich vertieft zu erkunden.

  • Dieser Kurs führt Studierende in das Feld des Strategischen Managements ein und beleuchtet sein Zusammenspiel mit organisationalen Dynamiken. Über die Untersuchung der Ursprünge und der zugrundeliegenden Logik des Managementprozesses hinaus konzentriert sich der Kurs auf die beiden Funktionen von Strategie und Organisation sowie auf ihre Wechselwirkungen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem strategischen Managementprozess und den Wegen, auf denen Organisation sowohl die Strategieformulierung als auch die Strategieumsetzung prägt. Das Modul vertieft die Beziehung zwischen Strategie und Organisationsstruktur und zeigt, wie politische Dynamiken innerhalb von Organisationen navigiert werden können, um Strategien erfolgreich umzusetzen. Der strategische Wandel erhält besondere Aufmerksamkeit. Die Teilnehmenden entwickeln ein Verständnis für die grundlegende Logik der Unternehmensführung sowie ein detailliertes Wissen über das Zusammenspiel von Strategie und Organisation, einschließlich der formalen und informalen Seiten der Organisation. Ausgewählte Fallstudien geben den Teilnehmenden die Möglichkeit, diese Konzepte anzuwenden und zu reflektieren.

  • Kulturell verankerte Werte und Normen prägen, wie Menschen in einer Organisation denken, fühlen und handeln. Organisationen sind auch Arenen, in denen Menschen verschiedene Identitäten aushandeln, und sie beobachten solche Aushandlungsprozesse selten passiv, sondern versuchen diese aktiv zu steuern. Dieses Seminar führt Studierende in das Themensfeld Organisationskultur und -identität ein und behandelt dabei sowohl theoretische Grundlagen als auch praktische Anwendungen, etwa in Bezug auf die Mitarbeiterführung oder das Innovationsmanagement. Nach einem Überblick über die zentralen Ansätze der Organisationskultur und -identität werden Themenbereiche wie Sozialisation, Identifikation, kritische Zugänge zu Kultur und Kontrolle, sowie berufliche Identitäten vertieft.